Montag, 26. November 2012

*GedankenSPIELerei*



Hach, schwer beeindruckt habe ich heute Morgen meine Runde durch die Schnittmusterauswahl für die Weihnachtskleider gedreht – wunder- wunderschöne Schnittmuster sind da zu Tage gekommen und sie habe mich mal wieder (der MMM läßt grüßen) ins Grübeln gebracht...

Auf meiner rechten Seite sitzt die kleine Zauberfee, elfengleich, in hauzarten Kleidchen, mit liebevoll ausgewählten kleinen Hinguckern. Auf der anderen Seite sitzt das praktische Fräulein, immer mal wieder wirft es sich mit einem flotten Kleid in Schale, zieht gerne mal einen Rock an, ab und an schicke Schuhe, aber oft eben Tunika, Sneaker und Jeans...

Und eben diese beiden flüstern mir abwechselnd Ihre Wünsche ins Ohr. Kennt Ihr das auch? Die immer wiederkehrenden Fragen: Wie und was nähe ich für mich?

Was mir gefällt, ist leicht beantwortet, aber was zu mir passt, mit meinem Leben (siehe dreimal Kleingemüse) und meinem Kleider- bzw. Schuhschrank kompatibel ist, ist da schon schwerer zu beantworten.

Seit unserer Basic-Aktion verändere ich in Gedanken immer wieder meinen Kopfkleiderschrank, aber praktisch hinke ich der Umsetzung stark hinterher und immer wieder merke ich, dass ich mich von umschwärmten Schnittmustern und Stoff verführen lasse obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste.

Sehr schwierig finde ich beim Nähen auch den Aspekt „Neues wagen“, sprich: Ich weiß sehr wohl, welche Schnitt mir stehen, möchte ich dann aber mal was ganz Neues ausprobieren, bin ich in der Bredouille: Kostbare Zeit und Stoffe opfern, um dann festzustellen, dass der Schnitt doch nicht zu mir paßt oder mutig sein und einfach los?

Kennt Ihr das Dilemma oder stehe ich da alleine auf weiter Flur? Wie wählt Ihr Eure Schnittmuster aus?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

Herzliche Grüße,
Tessa

4 Kommentare

  1. also ich weiß ziemlich gut, was zu mir passt, was mir steht und was ich nähen mag.
    ich lasse mich da eher selten von den vielen hübschen schnittmustern der vielen anderen frauen inspirieren. aber ich habe auch einen eher nicht so alltäglichen geschmack und bin auch nicht so der kleider-typ. ich mag hängerchen und lagenlook. herbstfarben, natürliches.

    naja, du kennst mich ja inzwischen ein bißchen ;)

    glg
    halitha

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  2. Oh ja du sprichst mir aus der Seele. Mal davon abgesehen, das ich noch nicht sooo viel für mich genäht habe. Genau diese Konflikte muß ich auch immer austragen. Das schlimmste allerdings ist, wenn wieder ein (scheinbar) toller Schnitt durch die Blogs geistert und ich ihn dann unbedingt haben muß, obwohl´s der größte Blödsinn ist. Da arbeite ich hart dran. Ich drück dir die Daumen, das es die richtige Entscheidung ist.
    LG Silvi

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  3. Liebe Tessa,
    dieses Problem (diese Chance?) hab' ich auch!! Und nun hab' ich sogar angefangen, soviel hier als Kommentar geschrieben, dass ich dazu (glaub' ich) einen eigenen Post veröffentlichen muss. Wenn ich's schaffe, verlinke ich :-)
    Danke auf jeden Fall für den Denkanstoß!!!

    Liebe Grüße,
    Stefanie

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  4. Mh, das ist eine gute Frage! Ich kenne das Dilemma sehr gut, Du bist also wirklich nicht allein damit. Meist nähe ich aber schon das, wo ich auch weiß, dass es definitiv zu mir passen wird. An dem Punkt, das zu wissen, bin ich noch nicht lange, so dass ich das erst einmal genieße und auch probiere den ein oder anderen Schnitt öfter zu nähen. Das sind dann allerdings meine Bestrebungen für eine umfangreiche Basic-Garderobe.

    Siehst Du Dir z.B. meinen Blazer an, dann fällt dieses Projekt ganz klar in die Sparte Experiment. Denn so wirklich sicher war ich mir nicht, dass der 60er Jahre Stil in meinen Kleiderschrank passt. In diesem Fall hatte ich Glück und es beweist mal wieder, dass das Experimentieren nicht unbedingt etwas Negatives sein muss.

    Ich finde ein Verhältnis von 80:20 (Altbewährtes-Experiment) nicht verkehrt. Sonst wird es doch langweilig ;)

    Alles Liebe, Sindy

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♥ Danke, dass du vorbeigeschaut und Dir die Zeit genommen hast, mir einen Kommentar zu hinterlassen! Ich freue mich riesig darüber!

♥-liche Grüße!
Tessa