Freitag, 23. Oktober 2015

*Nähmaschinentest - Brother VQ2*

*Werbung*



BROTHER VQ2

Die Maschine – Ausstattung und erster Eindruck
 






Die Brother VQ2 ist meine letzte Testmaschine vom Nähpark Diermeier und ich bin sehr überrascht, wie schnell die Zeit doch vergeht. Auf diese Maschine war ich sehr gespannt und zwar aus verschiedenen Gründen. Zum einen hört und liest man immer wieder sehr viel Gutes von der Maschine, zum anderen wurde sie auch durchweg von allen anderen Supertestern gelobt. Auf der anderen Seite hatte ich vor Jahren eine Brother (in der Preisklasse um die 800 EUR), von welcher ich gar nicht überzeugt war, habe aber auch noch die kleine Brother Innovis 10 für Kindernähkurse hier, welche treu und brav ihre Dienste tut und an der ich nichts zu meckern habe (eine tolle Anfänger- undKindernähmaschine).
 

 

Die Brother VQ2 wird in einem riesigen Karton geliefert und ist wirklich sehr groß. Sie macht einen sehr stabilen Eindruck und hat ein sehr großes, übersichtliches Display. Ich finde allerdings, dass man ihr den Preis (UVP 2.699 EUR) nicht ansieht. Für meinen Geschmack ist zu viel Kunststoff verarbeitet.
 




Die Maschine wird mit zahlreichem Zubehör geliefert. Toll finde ich, dass sich das Zubehör sehr ordentlich im Fach in der Maschine verstauen lässt. Hier gibt es einen Einsatz, wo es für jedes Nähfüsschen ein extra Fach vorgesehen ist. Ich habe gleich zu Anfang alle Nähfüsschen einsortiert und mich jedes mal über die Ordnung gefreut. Besonders gefreut hat es mich, dass sogar der Nahttrenner seinen Platz hat, unendlich viel habe ich den schon gesucht.
  


  Die Maschine hat einen schlanken Freiarm. Außerdem gefällt mir der große Durchlass sehr.


 

Los geht´s…

 

Ich schalte die Maschine ein und sie ist schnell startbereit. Ich drücke ein wenig auf dem Display herum. Wow, das ist wirklich groß und hat schöne, satte Farben. Es lässt sich sehr genau per Fingerdruck oder Stylus steuern. Alle wichtigen und oft gebrauchten Funktionen kann man aber auch an der Maschine direkt per Taste anwählen. Hier lässt sich auch die Nähgeschwindigkeit einstellen.


Im Display werden immer der passende Nähfuss und weitere mögliche Optionen aufgezeigt. Unsicherheiten kann man so schnell aus dem Weg räumen und muss nicht erst das Handbuch aufschlagen. Außerdem verfügt die Brother VQ2 über ein extra „Nähanleitungs- und Hilfeprogramm“, wo sich viele nützliche, hilfreiche Tipps befinden. Die Auswahl geht hier über Hilfestellungen zum Knopflochnähen, Fehlersuche oder auch kleine „Nähschulen“. Das gefällt mir sehr gut. Es werden natürlich nicht alle Themen abgedeckt, aber die Idee dahinter ist toll.
  


Ich spule den Unterfaden auf. Das klappt einwandfrei und ich muss dafür auch nicht in die Bedienungsanleitung schauen.


Ebenso das Einlegen der Unterfadenspule. Mein ganz persönliches Highlight bei der Brother VQ2 ist der automatische Einfädler. Kopf drücken und die Maschine ist eingefädelt, absolut genial! Dieser hat bei mir jedes Mal bei jeder Nadel und jedem Garn einwandfrei funktioniert.
Als erstes Teste ich mich durch die Zierstiche Hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten und ich wähle die, welche mir ins Auge springen an.

 
Die Dekorstiche lassen sich auf eine Breite von bis zu 40 mm einstellen. Mit dem „My Custom Stitch“ können eigene Stiche entworfen und gespeichert werden. Es gibt extra Crazy-Quilt- und Vintage-Stiche und natürlich sind auch die gängigen Zierstiche vertreten. Zum Beispiel stickt die Maschine „Ich liebe dich“ in 15 unterschiedlichen Sprachen.




Für alle die auf solche Spielereien Wert legen ist die Maschine sicherlich perfekt, so viele Möglichkeiten und Ideen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dies alles zu testen und die Zeit ist nur so verflogen, aber für meine Nähprojekte brauche ich diese vielen Stiche nicht. 

Außerdem ist die Brother QV2 die einzige Maschine unter den Testmaschinen, wo mich die ABC-Stiche überzeugt haben. Schriften werden sehr schön und klar gestickt (natürlich kein Vergleich mit einer Stickmaschine, aber doch deutlich besser als bei den anderen Nähmaschinen).

Neben dem Ausprobieren der verschiedenen Stiche habe ich auch bei der Brother die Durchstichkraft getestet und wie sie verschiedene Materialien vernäht. Hier gibt es einfach nichts zu meckern, die Maschine hat genäht. Schön leise und ordentlich, alles, egal ob dick oder dünn. Gerade bei sehr dickem Material hat sich mich absolut überzeugt. Hier habe ich sehr dicken Wollfilz mit dem Dreifach-Gradstich umrandet und selbst in den „Kurven“ war das Stichbild ganz gleichmäßig und sehr sauber.
  


Außerdem habe ich mir eine Bügelbrettauflage aus sehr dickem, festem Stoff genäht, welche ich mit Bügelbrettvlies von 5mm noch unterlegt habe. All das konnte ich dank des großen Durchlasses bequem nähen und die Maschine hat alles hervorragend transportiert.



 
Sogar das leidige Thema Jersey hat sie sehr gut gemeistert und ich war dort (ich meine das erste Mal bei einer Testmaschine überhaupt), wirklich sehr zufrieden. Webware in verschiedenen Stärken hat die Brother VQ2 immer einwandfrei vernäht.

 
Lediglich beim Webband-annähen hatte ich immer mal wieder den Eindruck, dass mir das Band unter dem Nähfüsschen hinwegrutscht, je schneller ich genäht habe. Nähte ich langsam, habe ich dies nicht bemerkt.
  


Die Maschine verfügt über ein Stoffsensorsystem, welches beim Nähen ununterbrochen arbeitet. Dieser Sensor misst die Stoffdicke und passt den Nähfüsschendruck individuell-perfekt dem Stoff an. Gerade an Nahtübergängen oder bei dicken Stoffen habe ich beim Nähen einen perfekten Transport des Stoffes bemerkt, was ich jetzt einfach mal auf diese Messung zurückführe.

 
Zum Schluss…

 
Die Brother VQ2 - eine hervorragende Nähmaschine – diesen Eindruck hat die Maschine bei mir hinterlassen. Sie näht wunderbar alle Stoffarten und man hat mit ihr unzählige Möglichkeiten in der Stichauswahl. Es ist die einzige Testmaschine, welche mich von ihrem ABC überzeugen konnte. Besonders gut haben mir der vollautomatische Einfädler und das in der Maschine hinterlegte „Hilfetool“ gefallen.
Rein optisch würde ich mir einen etwas hochwertigeren ersten Eindruck wünschen. Ist die Maschine aber erst einmal eingeschaltet, macht der große Farbdisplay den vielem Kunststoff wett.
Ich glaube, dass diese Maschine wirklich keine Wünsche offen lässt. So viel ich auch getestet und genäht habe, eine wirkliche „Schwachstelle“ konnte ich nicht finden.


Alle Testberichte werden übrigens *hier* beim Nähpark gesammelt!

Dieser Post steht im Zusammenhang mit der Aktion Supertester vom Nähpark Diermeier
Im Rahmen dieser wurde mir die o.g.Nähmaschine zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt. Es handelt sich somit um einen Werbepost, da ich Werbung für den nähPark und die vorgestellte Maschine mache. Der nähPark nimmt aber keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung.










Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

♥ Danke, dass du vorbeigeschaut und Dir die Zeit genommen hast, mir einen Kommentar zu hinterlassen! Ich freue mich riesig darüber!

♥-liche Grüße!
Tessa