Montag, 7. März 2016

#coveritis - Bernina Cover L220



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Ganz zu Anfang: Ein ganz, ganz herzliches Dankeschön für all Eure netten Kommentare und lieben Mails zu meinem Bericht über die BLCS, ich habe mich wirklich sehr gefreut und bin natürlich happy, das die Cover-Berichte eine Hilfe für Euch sind (es waren auch einige unhöfliche und unverschämte Kommentare und Mails dabei – dafür bedanke ich mich NICHT! Es handelt sich bei den Berichten um meine persönliche Meinung und niemand zwingt Euch, hier zu lesen! Ich bezweifle, dass Ihr es Euchtrauen würdet, mir all das persönlich ins Gesicht zu sagen!)!



Heute möchte ich Euch die Bernina Cover  L220 (*hier* findest Du die Babylock BLSC und *hier* die kurze Einführung „wieso-weshalb-warum-überhaupt ein Cover-Test“) vorstellen.

Mit der Cover von Babylock nähe ich bereits seit ein paar Jahren und weiß daher ganz genau, was ich toll finde und worüber ich mich ärgere.

 
Mit der Bernina stand erstmal eine mir völlig unbekannte Maschine auf dem Tisch. Sie ist schön kompakt und gerade wenn man nicht viel Platz hat gegenüber Janome und Babylock wirklich platzsparend.

Hier habe ich mich mit Freundinnen zum Nähkränzchen-Cover-testen getroffen...

Was mir gleich zuerst auffiel war die ausführliche Beschreibung der Fadenläufe an der Maschine selbst (farbig aufgedruckt) und auch im Benutzerhandbuch. Aufgrund dessen habe ich mich sehr schnell zurecht gefunden, wo welcher Faden hingehört.


Was mich etwas irritiert hat und auch beim Einfädeln die größte Herausforderung für mich darstellte, war, dass der Greiferfaden von hinten nach vorne eingefädelt wird (dazu weiter unten mehr).

 

Das Einfädeln erfordert etwas Übung (da bin ich wirklich sehr verwöhnt von meiner Babylock) und ich habe am Anfang ganz bewusst jede neue Farbe auch neu eingefädelt. Als ich meinte, sicher im Einfädeln zu sein, habe ich dann eine neue Garnfarbe nur noch angeknotet und durchgezogen, was hervorragend klappt (bei meiner BLCS funktioniert das leider nicht immer). Beim Einfädeln ist die feine Pinzette übrigens wirklich toll und eine große Hilfe.

 
Bei den ersten Stichen ist mir dann gleich aufgefallen, wie wunderbar leise die Bernina näht. Auch bei dickeren Stofflagen blieb die Lautstärke unverändert leise. Das ist für mich ein großer Pluspunkt (und für meinen Mann DAS Kauf-Argument schlechthin *lach*), denn gerade wenn ich abends nähe, empfinde ich die Lautstärke der BLCS als störend.

Das Stichbild der Bernina unterscheidet sich etwas von der Janome und auch von der BLCS. Ich kann nicht sagen, was mir da besser gefällt und ich denke, wenn ich keinen direkten Vergleich gehabt hätte, wäre es mir auch nicht wirklich aufgefallen.

Die ersten Nähte mit der Bernina L220 waren ohne Fehlstiche, aber das Stichbild gefiel mir so noch nicht.



Also testete ich mich bei der Bernina Cover L220 durch verschiedene Einstellungen hindurch und musste schnell feststellen, dass ich hier meine Naht durch den Nähfußdruck und die Fadenspannung der Nadeln am besten optimieren kann (bei der BLCS erfolgt der größte Teil meiner Einstellungen über die Fadenspannung des Greiferfadens).

Das finde ich sehr interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Maschinen reagieren.

 
Das Füsschen der Bernina erschien mir zuerst als zu groß und ich musste mich sehr daran gewöhnen. Nach der Umgewöhnung begeisterte es mich jedoch immer mehr, denn besonders an Nahtkreuzungen und dicken Stellen entpuppt es sich als Wunderding…  das Füsschen hat nämlich eine Ausgleichsfunktion und kommt so mühelos über alle problematischen Stellen ohne wenn und aber drüber. Ich habe oft bei Nahtübergängen ein wenig Versatz in der Covernaht, was mich stört. Dieser Nahtversatz ist bei der Bernina dank des Füsschens minimal.

Für mich bietet die Bernina Cover L220 einige Vorteile:

-          Sie ist sehr leise

-          Sehr genaues und gleichmäßiges nähen

-          Pedal reagiert sehr genau

-          Sie näht auch bei dicken Materialien und bei problematischen Stellen durchstichsstark und nur mit minimalem Nahtversatz

und das aller wichtigste und was die meisten von Euch sicherlich am meisten interessiert: 

Sie näht nahezu Fehlstich-frei!

Bei den einzigen Fehlstichen, welche ich beim Testen hatte, war die Fehlerquelle IMMER ein falsch eingefädelter Greiferfaden!


Dieser ist wirklich kompliziert einzufädeln und wenn da nur eine einzige Öse übersehen wird, sind Fehlstiche vorprogrammiert.

https://www.dropbox.com/sh/eovrddkm5w9nr0a/AAC7bUh98xz0-r1zFyaRv7iBa?dl=0

Mit einem Klick aufs Bild kommt Ihr zu einem Einfädel-Tutorial (wie fädel ich den Greiferfaden der Bernina L220 richtig ein), welches ich Euch nur empfehlen kann, da kann dann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Auch bei der Bernina merkte ich sehr deutlich, je mehr Nähte ich mit ihr genäht hatte, umso besser war sie eingenäht und irgendwann „flutschte“ es dann einfach.

Ich bin wirklich begeistert von der Bernina L220, ganz besonders davon, wie sie so mühelos die dicken,“knubbeligen“ Stellen gemeistert hat und das Nahtbild auch dann noch schön gleichmäßig und ohne Fehlstiche war.

Schade finde ich, dass die Bernina L220 einen sehr schmalen Durchlass hat, gerade bei Sweat kommt es da leicht zu "Platzproblemen". Außerdem meine ich, dass die Bernina deutlich schönere Nähte mit Markengarn liefert und das No-Name-Garn nicht so mochte.

Mir hat die Bernina Cover L220 jedenfalls sehr gefallen und ich hätte sie am liebsten behalten. Tja, nun bleibt noch die Janome Cover Pro 2000 CPX übrig und mein Fazit zu den drei Maschinen und dem Covern überhaupt…

Die Tage mehr, bis dahin, habt es fein,
herzlichst,
Tessa

*Die Covermaschinen der Marken Janome und Bernina wurden mir vom Nähpark zur Verfügung gestellt.Es handelt sich somit um einen Werbepost, da ich Werbung für den nähPark und die vorgestellte Maschine mache. Der nähPark nimmt aber keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung*

11 Kommentare

  1. Erstmal muss ich sagen, dass ich es echt unverschämt finde, dir böse Nachrichten zu schicken! Wenn mir etwas nicht passt, dann kann ich das entweder sachlich anbringen oder einfach nicht mehr hier weiterlesen.
    Und natürlich muss ich auch noch was zum Covertest sagen ;) Ich finde die Cover ist immer noch die Maschine, auf die man am ehesten verzichten kann. Andererseits umso mehr man näht, umso mehr wünscht man sie sich auch! Und da finde ich solche Vergleiche sehr gut, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit alle Maschinen gleichzeitig zu testen?
    Vielen Dank dafür Tessa!
    Liebe Grüße,
    Marina

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  2. In der Anonymität des Internets wächst die Unverschämtheit besonders schnell...leider. Löschen und vergessen! Ich finde die Tests super, auch wenn eine Cover noch ein weit entfernter Traum ist. Aber so bin ich für den Tag x, falls er mal kommt, sehr gut vorbereitet ;-)
    Liebe Grüße,
    Lee

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  3. Liebe Tessa, ein wirklich toller Bericht. Ich bin ja nicht so gut Freund mit meiner Janome Cover..aber wenn ich das hier so lese...dann muss ich wirklich noch einmal in mich gehen... und evtl mal eine Bernina ausprobieren. Herzliche Grüße Emma

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  4. Danke für deinen ausführlichen Bericht. Könntest du uns bitte noch verraten, mit welcher Einstellung du das beste Stichbild erhalten hast? Vielen Dank und liebe Grüße von Kathy

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  5. Hallo gtessa, ich finde deine Berichte echt Klasse, ich möchte mir irgendwann in nächster Zeit auch eine Cover zulegen und es ist toll so etwas über einzelne Maschinen in erfahrung zu bringen von jemandem der auch schon Erfahrungen hat.Ärger dich nicht über blöde Kommentarees ( es wird immer Neider geben). Ich jedenfalls danke dir und wünsche dir noch einen schönen Tag.LG trudi

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  6. Hallo liebe Tessa,
    überall das selbe, diese Neider!
    Boa, solln die doch wo anders lesen!
    Ich lese hier gern, sehr gerne!
    Doch hätte ich diesen Testbericht schon lieber vor einem Jahr gelesen (zwinker),
    ich denke dann wäre es die Bernina geworden und nicht die BLCS. Nein, ich bin sehr zufrieden, doch die Lautstärke und der Preis sind nicht von der Hand zu weisen.
    Danke liebe Tessa

    Jeannette

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  7. Vielen Dank auch für diesen Testbericht. Ich bin dann noch auf den nächsten gespannt. Ich habe zwar einen kleinen Favoriten, bin aber ja unwissend, deshalb kann ich mich ja nur auf Profis verlassen. Es bleibt spannend. Lg Franziska

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  8. Na, dann kann ich wohl froh sein, dass ich die Babylock nicht testen kann. Dann würde ich es mir ausser mit den V3-Nutzern und Bernina7er-Fans auch noch mit einer großen Gruppe von Babylockfanatikern verscherzen. Kennst mich ja...
    Wieder sehr interessant, was ich da vielleicht gekauft hätte. Die Janome hatte ja nur wegen des großen Durchlasses die Nase unschlagbar weit vorn. Deinen Bericht über die Janome würde ich dann aber auch gern auf meinem Blog verlinken (egal, wie er ausfällt).
    Liebe Grüße
    Tanja

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  9. Also das mit den Kommis find ich ja ne Frechheit. Ärger Dich nicht. Ich danke Dir sehr, ich fand Deine Ausführungen sehr interessant und ich bleib dran 😊
    LG Heike

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  10. Das sieht vielversprechend aus! Bin schon lange am überlegen ob ich mein Bernina-Sortiment erweitern soll und liebäugel mit einer Cover! Danke für diesen tollen Beitrag! LG Patricia

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♥ Danke, dass du vorbeigeschaut und Dir die Zeit genommen hast, mir einen Kommentar zu hinterlassen! Ich freue mich riesig darüber!

♥-liche Grüße!
Tessa