Montag, 18. April 2016

#coveritis - Janome Cover Pro 2000 CPX



*WERBUNG*
Nun endlich kommt der versprochene Testbericht zur Janome Cover Pro 2000 CPX:

 
Rein äußerlich sticht bei der Janome Cover Pro 2000 sofort der wunderbar-große Durchlass ins Auge. 

 
Die Janome ist die günstigste der Test-Covermaschinen (gerade im Nähpark im Angebot mit einem Bonus-Pack) und wenn man sich quer durch diverse Foren liest, ist die Meinung über diese Maschine sehr geteilt.

Mich interessierte besonders, ob ich mit der Maschine fehlstichfrei nähen kann. Denn mal ehrlich, das ist es doch, was das aller wichtigste bei einer Covermaschine ist, oder?

Wie bei der Bernina Cover L 220 auch, ist das Einfädeln der Maschine reine Übung und geht nach ein paar Mal ganz leicht von der Hand. Auf der Maschine sind die "Fadenwege" aufgedruckt und was am Anfang etwas verwirrend erscheint, ist hinterher ganz selbstverständlich, so dass hier fast nichts schief gehen kann.


Außerdem funktioniert es auch hier hervorragend, die Fäden anzuknoten und einfach durchzuziehen.



Auch das Zubehör ist umfangreich, die Bedienungsanleitung ausführlich, hier gibt es meiner Meinung nach nur minimale Unterschiede zur anderen Cover-Maschinen.



Nun zum Nähen mit der Janome:

Ich muss zugeben, dass mich die Janome Cover Pro 2000 an meine Einstell-Grenzen gebracht hat. Sie ist definitiv die Maschine gewesen, wo es am längsten gedauert hat, sie optimal einzustellen.

Da war ich immer mal wieder kurz vorm Aufgeben und hatte gleich im Hinterkopf: „Achja, es bestätigt sich eben doch die Meinung einiger, dass die Maschine nicht ordentlich arbeitet.“

Ich glaube, dass eben genau dieser Hintergedanke auch das Problem ist, sich richtig mit der Maschine auseinanderzusetzen. Bei einer teuren Maschine, von welcher die allermeisten schwärmen, kommt man gar nicht so schnell dahin, zu denken, dass die Maschine das Problem ist, sondern wird eher vom Ehrgeiz gepackt, das „Ding“ zum Laufen zu bringen… so zumindest ergeht es mir.

Ich gestehe, ich habe mir immer wieder einen kleinen Motivationsschub bei der lieben Tanja geholt und mir ihre perfekten Nähte angeschaut.

 
Ich habe jedenfalls einige Zeit damit verbracht, zu testen, wie die Maschine reagiert, wo ich drehen muss, um das Ergebnis zu optimieren usw. Es hat sich allerdings gelohnt, denn am Ende musste ich die Nähte mehr trennen und sie waren gleich auf Anhieb perfekt und fehlstichfrei.

 
Mein Weg zu der perfekten Covernaht war bei der Janome am schwierigsten und erforderte die höchste Ausdauer. Nachdem aber das „durchgestanden“ war, wurde ich durch tolle Nähte belohnt und konnte einfach nur noch den Komfort des großen Durchlasses genießen (das ist nämlich etwas, was mich bei den beiden anderen Covermaschinen doch gestört hat).

Hier habe ich extra einmal einen kompletten Hoodie durch den Durchlass gezogen, um Euch zu zeigen, wie groß dieser wirklich ist, total genial!

Einen Kritik-Punkt habe ich noch: Auch am Ende meiner Testphase hatte ich immer mal wieder Problem mit dicken Stellen oder Bündchen, hier war immer mal einen „Hüpfer“ in der Naht. Da bin ich auch leider nicht wirklich dahinter gekommen, wie das zu vermeiden gewesen wäre bzw. wie ich die Einstellung oder den Füsschendruck optimal verändere.

 
Bei der Janome Cover Pro 2000 ist es außerdem unerlässlich, zuerst eine Probenaht zu machen. Sie reagiert auf jede Stoffart etwas anders und die Naht muss ein wenig optimiert werden (Tanja zeigt hier auf Insta ihre Einstellungen für verschiedene Stoffe, was eine sehr gute Hilfe ist (etwas weiter unten)).

Mein Fazit zu der Janome Cover Pro 2000: Ich kann jedem, der diese Maschine besitzt und meint, mit ihr nicht zurechtzukommen Mut machen, sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen und die Maschine richtig kennenzulernen und einzunähen, es lohnt sich.

Ich musste meine eigene Maschine, die BLSC, auch erst einnähen und mich durchtesten, wie die Maschine reagiert und ich war manchmal echt genervt und gefrustet. Ich glaube, ich habe bloß aus dem Grund nicht aufgegeben, weil ich im Hinterkopf hatte, dass ich den „Mercedes der Covermaschinen“ vor mir stehen habe und es gar nicht sein kann, dass sie nicht näht.

Auch mit der Janome sind tolle Cover-Nähte möglich, aber es erfordert, genauso wie mit den anderen Cover-Maschinen, ein bisschen Durchhaltevermögen, aber wenn das geschafft ist, dann läuft und läuft und läuft sie!

Ich möchte Euch noch in die FB-Gruppe "Covern mit Janome" einladen. Hier gibt es viele total hilfreiche Tipps, danke Tanja (hier findest Du Tanja´s Blog mit vielen weiteren Tipps und Vorlagen *klick*), dass Du Dir die Mühe machst…

Der Bericht zur Bernina Cover L 220 findet sich *hier*, den Bericht zur Babylock BLCS *hier*.

Herzlichst,
Tessa

*Die Covermaschinen der Marken Janome und Bernina wurden mir vom Nähpark zur Verfügung gestellt.Es handelt sich somit um einen Werbepost, da ich Werbung für den nähPark und die vorgestellte Maschine mache. Der nähPark nimmt aber keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung*

1 mal nette Worte

  1. Hallo Tessa, danke für deine tollen Berichte!
    Ich teste gerade die Janome Cover Pro 200CPX und bin nicht wirklich glücklich mit ihr.
    Die Fehlstiche sind zwar schon weniger geworden, aber ich muss jede Naht mind. 3 mal nähen bis bei den Nahtkreuzung mal kein Aussetzer dabei ist, das macht irgendwie keinen Spaß ...
    Jetzt überlege ich auf die Bernina umzusteigen. Was würdest du mir empfehlen? Gibt es auch noch einen abschliessenden Fazit-Bericht zu deinem Test?
    Danke, lg Simone

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♥ Danke, dass du vorbeigeschaut und Dir die Zeit genommen hast, mir einen Kommentar zu hinterlassen! Ich freue mich riesig darüber!

♥-liche Grüße!
Tessa