Dienstag, 29. März 2016

*IMMER muss ICH alles SOLLEN*




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Seit einigen Tagen sind Ferien – wie gut! Endlich Zeit für WOLLEN und nicht SOLLEN *klick*...


 Jetzt ist Zeit, sich einfach nur treiben zu lassen, durch die Gegend zu stromern, in Bäume zu klettern und einfach nur Kind zu sein!


Ganz bewusst haben wir diese Ferien nicht verplant und bis jetzt war jeder Tag trotzdem ausfüllt mit Dingen, die uns Spaß gemacht haben. 
 

Gleich zu Anfang haben wir den großen Hängesessel (ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Hängesesselgigant dafür, dass wir den Sessel testen durften, er ist wunderbar) in unseren Baum gehängt und der Platz ist heiß begehrt.

  
Man kann sich drehen, den Wolken zuschauen und die Welt um sich herum vergessen – so müssen Ferien sein, oder?
 

Genäht habe ich die letzten Wochen auch einiges, gerade die Jungs sind ordentlich gewachsen. Hier „darf“ ich aber nur noch nach ihren Vorgaben nähen und am liebsten „Outdoor“…


 Dafür sind die Sachen dann aber auch an ihnen festgewachsen und werden von der Wäscheleine weg angezogen. Für die Hose habe ich als Grundschnitt Pauli von Schnittreif / Fritzi genommen. Sofshell kaufe ich am liebsten bei Extremtextil, weil ich Softshell MIT Funktion haben möchte. 

 
Der Schnitt vom Pulli ist Bente, eigentlich ein Schnitt für Mädchen, geht aber auch sehr gut für schmale Jungs, ich habe eine Nummer größer gewählt und die Seitennaht begradigt.

 
So, wir genießen noch die restlichen Ferien und was macht Ihr?

Herzlichst,
Tessa

Hose: Schnitt Pauli von Schnittreif / Fritzi mit Änderungen, Softshell und Reflektorenpaspel von Extremtextil, Bündchen aus dem Stoffbüro
Pulli: Schnitt Bente von Schnittreif / Fritzi, begradigt, Stoff aus dem Fundus
Schuhe: Keen

Donnerstag, 10. März 2016

*Double Gauze*

Kennt Ihr *Double Gauze*?

Ich kannte die Stoffart bisher nur vom Namen und konnte mir darunter nicht so richtig was vorstellen... bis ich dann vor ein paar Wochen bei Catrin im Laden stand und mir das erste Stück Double Gauze kaufte.

hier nani IRO "sound circle" in hellgrau *klick*

Es sind zwei sehr dünne Baumwollstoffe, welche punktuell miteinander verwebt sind. Weil ich weder genau wusste, wie ich diesen Stoff verarbeiten sollte, noch wie er sich tragen wird, habe ich 1,10 m gekauft (das entspricht der Breite des Stoffes), um daraus ein Tuch zu nähen.

hier nani IRO "sound circle" in dunkelblau *klick

Wobei hier nähen ja sehr übertrieben ist. Ich habe das Tuch einmal komplett mit Rollsaum versehen. Dabei wird der Rollsaum umso schöner, wenn man 2 mm mit dem Messer abschneidet. An der Webkante habe ich das Messer ausgestellt, da ist der Rollsaum allerdings nicht ganz so gleichmäßig geworden.


Anschließend die Fadenräupchen vernähen und fertig. Alles unter 10 Minuten…


 Danach habe ich das Tuch erstmal in die Waschmaschine gesteckt (ich hatte den Double Gauze vorher nicht gewaschen, da ich mir eine Verarbeitung mit ungewaschenem Stoff leichter vorgestellt habe und ich würde es wieder so machen) und es ist wunderbar weich geworden und seit dem trage ich es fast täglich… Das quadratische Tuch ist sehr warm und absolut "wintertauglich".

Um jetzt für den Frühling nicht auf mein Tuch verzichten zu müssen habe, ich mir mit nochmals aus Double Gauze ein Tuch genäht, dieses Mal habe ich das Quadrat allerdings diagonal durchgeschnitten, so dass ich jeweils zwei Tücher hatte…


Eigentlich sollte das helle Tuch auch für mich sein, aber da war das Erdbeermädchen schneller…

Welche Farbe gefällt Euch besser?

Herzlichst,
Tessa

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Montag, 7. März 2016

#coveritis - Bernina Cover L220



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Ganz zu Anfang: Ein ganz, ganz herzliches Dankeschön für all Eure netten Kommentare und lieben Mails zu meinem Bericht über die BLCS, ich habe mich wirklich sehr gefreut und bin natürlich happy, das die Cover-Berichte eine Hilfe für Euch sind (es waren auch einige unhöfliche und unverschämte Kommentare und Mails dabei – dafür bedanke ich mich NICHT! Es handelt sich bei den Berichten um meine persönliche Meinung und niemand zwingt Euch, hier zu lesen! Ich bezweifle, dass Ihr es Euchtrauen würdet, mir all das persönlich ins Gesicht zu sagen!)!



Heute möchte ich Euch die Bernina Cover  L220 (*hier* findest Du die Babylock BLSC und *hier* die kurze Einführung „wieso-weshalb-warum-überhaupt ein Cover-Test“) vorstellen.

Mit der Cover von Babylock nähe ich bereits seit ein paar Jahren und weiß daher ganz genau, was ich toll finde und worüber ich mich ärgere.

 
Mit der Bernina stand erstmal eine mir völlig unbekannte Maschine auf dem Tisch. Sie ist schön kompakt und gerade wenn man nicht viel Platz hat gegenüber Janome und Babylock wirklich platzsparend.

Hier habe ich mich mit Freundinnen zum Nähkränzchen-Cover-testen getroffen...

Was mir gleich zuerst auffiel war die ausführliche Beschreibung der Fadenläufe an der Maschine selbst (farbig aufgedruckt) und auch im Benutzerhandbuch. Aufgrund dessen habe ich mich sehr schnell zurecht gefunden, wo welcher Faden hingehört.


Was mich etwas irritiert hat und auch beim Einfädeln die größte Herausforderung für mich darstellte, war, dass der Greiferfaden von hinten nach vorne eingefädelt wird (dazu weiter unten mehr).

 

Das Einfädeln erfordert etwas Übung (da bin ich wirklich sehr verwöhnt von meiner Babylock) und ich habe am Anfang ganz bewusst jede neue Farbe auch neu eingefädelt. Als ich meinte, sicher im Einfädeln zu sein, habe ich dann eine neue Garnfarbe nur noch angeknotet und durchgezogen, was hervorragend klappt (bei meiner BLCS funktioniert das leider nicht immer). Beim Einfädeln ist die feine Pinzette übrigens wirklich toll und eine große Hilfe.

 
Bei den ersten Stichen ist mir dann gleich aufgefallen, wie wunderbar leise die Bernina näht. Auch bei dickeren Stofflagen blieb die Lautstärke unverändert leise. Das ist für mich ein großer Pluspunkt (und für meinen Mann DAS Kauf-Argument schlechthin *lach*), denn gerade wenn ich abends nähe, empfinde ich die Lautstärke der BLCS als störend.

Das Stichbild der Bernina unterscheidet sich etwas von der Janome und auch von der BLCS. Ich kann nicht sagen, was mir da besser gefällt und ich denke, wenn ich keinen direkten Vergleich gehabt hätte, wäre es mir auch nicht wirklich aufgefallen.

Die ersten Nähte mit der Bernina L220 waren ohne Fehlstiche, aber das Stichbild gefiel mir so noch nicht.



Also testete ich mich bei der Bernina Cover L220 durch verschiedene Einstellungen hindurch und musste schnell feststellen, dass ich hier meine Naht durch den Nähfußdruck und die Fadenspannung der Nadeln am besten optimieren kann (bei der BLCS erfolgt der größte Teil meiner Einstellungen über die Fadenspannung des Greiferfadens).

Das finde ich sehr interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Maschinen reagieren.

 
Das Füsschen der Bernina erschien mir zuerst als zu groß und ich musste mich sehr daran gewöhnen. Nach der Umgewöhnung begeisterte es mich jedoch immer mehr, denn besonders an Nahtkreuzungen und dicken Stellen entpuppt es sich als Wunderding…  das Füsschen hat nämlich eine Ausgleichsfunktion und kommt so mühelos über alle problematischen Stellen ohne wenn und aber drüber. Ich habe oft bei Nahtübergängen ein wenig Versatz in der Covernaht, was mich stört. Dieser Nahtversatz ist bei der Bernina dank des Füsschens minimal.

Für mich bietet die Bernina Cover L220 einige Vorteile:

-          Sie ist sehr leise

-          Sehr genaues und gleichmäßiges nähen

-          Pedal reagiert sehr genau

-          Sie näht auch bei dicken Materialien und bei problematischen Stellen durchstichsstark und nur mit minimalem Nahtversatz

und das aller wichtigste und was die meisten von Euch sicherlich am meisten interessiert: 

Sie näht nahezu Fehlstich-frei!

Bei den einzigen Fehlstichen, welche ich beim Testen hatte, war die Fehlerquelle IMMER ein falsch eingefädelter Greiferfaden!


Dieser ist wirklich kompliziert einzufädeln und wenn da nur eine einzige Öse übersehen wird, sind Fehlstiche vorprogrammiert.

https://www.dropbox.com/sh/eovrddkm5w9nr0a/AAC7bUh98xz0-r1zFyaRv7iBa?dl=0

Mit einem Klick aufs Bild kommt Ihr zu einem Einfädel-Tutorial (wie fädel ich den Greiferfaden der Bernina L220 richtig ein), welches ich Euch nur empfehlen kann, da kann dann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Auch bei der Bernina merkte ich sehr deutlich, je mehr Nähte ich mit ihr genäht hatte, umso besser war sie eingenäht und irgendwann „flutschte“ es dann einfach.

Ich bin wirklich begeistert von der Bernina L220, ganz besonders davon, wie sie so mühelos die dicken,“knubbeligen“ Stellen gemeistert hat und das Nahtbild auch dann noch schön gleichmäßig und ohne Fehlstiche war.

Schade finde ich, dass die Bernina L220 einen sehr schmalen Durchlass hat, gerade bei Sweat kommt es da leicht zu "Platzproblemen". Außerdem meine ich, dass die Bernina deutlich schönere Nähte mit Markengarn liefert und das No-Name-Garn nicht so mochte.

Mir hat die Bernina Cover L220 jedenfalls sehr gefallen und ich hätte sie am liebsten behalten. Tja, nun bleibt noch die Janome Cover Pro 2000 CPX übrig und mein Fazit zu den drei Maschinen und dem Covern überhaupt…

Die Tage mehr, bis dahin, habt es fein,
herzlichst,
Tessa

*Die Covermaschinen der Marken Janome und Bernina wurden mir vom Nähpark zur Verfügung gestellt.Es handelt sich somit um einen Werbepost, da ich Werbung für den nähPark und die vorgestellte Maschine mache. Der nähPark nimmt aber keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung*